Grotten von Castellana - Autor: Ainars Brūvelis (bearbeitet)

Die Grotten von Castellana wurden 1938 erstmals entdeckt. Der Höhlenkomplex ist mehr als 3 Kilometer lang und gehört zu den wichtigsten Tropfsteinhöhlen Europas. In ca. 70 m Tiefe verbreitet sich eine unterirdische Märchenwelt, mit zahlreichen Stalagmiten, Stalaktiten, Fossilien, Schluchten, Höhlen, unterirdische Seen und archäologische Funde. Mit einer gleichbleibenden Temperatur von ca. 16 Grad, sind zwei verschiedene geführte Besichtigungstouren angeboten: 3 km die Längere und ca. 1 km die Kürzere. Die "Grotta Bianca" (Weisse Höhle) ist, durch eine Fülle von glitzernden Alabasterspitzen, die in alle Richtungen in sinnloser Reinheit sprießen, besonders beeindruckend. Zu den besonders originellen Formen des Höhlenkomplexes zählen die sogenannten „exzentrischen Stalaktiten“; die nicht wie „normale“ Stalaktiten von der Decke in Richtung Boden, sondern seitlich aus den Wänden in bizarre Formen erzeugt, hervorragen. Oft ist auch die Begegnung mit den ungefährlichen Höhlenbewohnern, wie Fledermäusen, Krebsen oder Höhlenheuschrecken, bei diesem stundenlangen Abenteuer möglich.

Als Ausstellungs- und Veranstaltungsareal oft von der Gemeinde Castellana benutzt, seit einiger Zeit läuft die Tanzaufführung "Hell in the Cave", aus Dantes Inferno genommen, statt. Der gesamte natürliche Höhlenbereich wird als Bühne genutzt, mit Publikum dabei, in einer ganz neuartiger Theaterdynamik. Eine Show mit makroskopischen Dimensionen, einer grandiosen und besonderen Multimediaunterstützung, die der gesamte natürliche Komplex als szenischen Raum erfasst.

Fotos von der Show Hell in the Cave (von Giandomenico Laera) - Autor: Giandomobile (bearbeitet)

Fotos von der Show Hell in the Cave (von Giandomenico Laera) - Autor: Giandomobile (bearbeitet)