Berghütte Cima d'Asta - Emanuele Tessaro - Autor: Biasion Josè Alberto

Eine 4-Tage-Trekkingtour im Hochgebirge, in einer wundervollen Naturlandschaft, begleitet vom Geräusch des Windes und des Wassers, das leise in Bächen fließt, die gesättigte Fütterungsseen waren. Eine 35 km langen Wanderung auf alten gepflasterten Maultierspuren und ein bestaunenden weite Panorama mit unzähligen Schutzgräben des Gebirgskrieges, Munitionsreste und großartige Blicke auf die Dolomiten di Lagorai.
Besonders hart muss das Leben eines Soldaten in dieser Kriegszeit gewesen sein, der versuchte, diese steinigen Gebiete umzuwandeln, um sie ähnlich wie zu Haus aufzurichten. Hier begegnet man nur wenige und immer gut ausgerüstete Wanderer. Zum Glück sind hier noch keine lärmenden Bergtouristen angekommen, die leider immer mehr in anderen Alpenregionen laute Warteschlangen auf den engen Bergrouten bilden. Autos sind hier nicht zu hören! So eingetaucht in dieser bergischen Natur, dass während der Exkursion nie Straßen und nicht einmal die Bergdörfer der Täler zu sehen sind! Gelegenheiten für gute Schnappschüsse bieten Murmeltiere und Rebhühner bei einer atmosphärischen Hintergrundmusik von den Glocken der Färsen und den freien Pferden die Pfeifen der Hirten, die ihre Hunde rufen, und dem Rasseln der Karabiner auf den Felsen.

See von Cima d'Asta - Autor: Emanuele Tessaro

Erster Tag
Startpunkt ist die Alp Malga Sorgazza, ein Restaurant mit einem bequemen Parkplatz, wo das Auto während der gesamten Wanderung sicher abgestellt werden kann.
Es genügt ein leichter Rucksack und wenige wichtige Dinge; Ersatzkleidung ist nicht bedingt. Mitzubringen einen Schlafsack, einen Snack und Wasser. Alles Weitere findet man in den vier Schutzhütten, die diese Rundwanderung erreichen wird.
Nachdem man die Materialseilbahn, die die Berghütte mit Vorräten und frischen Lebensmitteln versorgt, vorübergegangen ist, steigt der Pfad vom Grün der Weiden auf die Felsen. Wenn man auf diese charakteristischen Granitplatten wandert, ist es fast unmöglich, nicht auf die schroffen, felsigen Ausläufer von Cima d'Asta zu schauen. Nach drei Stunden gelangt man endlich auf den See auf 2.457 Metern, der nach dem Gipfel benannt ist und in dieser Höhe mit seine 38 Meter Wasser der tiefste in Europa ist!
Am Ufer befindet sich die Brentari-Hütte, in der man übernachten wird.

Malga Sorgazza - Autor: Emanuele Tessaro

Zweiter Tag - Der Gipfeltag
Am zweiten Tag möglichst früh aufstehen und Anmarsch zum Gipfelaufstieg. Man kann zwischen zwei Varianten wählen: der klassische Wanderweg oder eine technischere Bergsteiger-Route. Der Pächter der Berghütte kennt den Berg besonders gut und steht mit wertvollen Ratschlägen zur Verfügung, um die geeignetste Tour für sie vorzuschlagen.
Sobald man von diesem Abstecher in der Brentari-Hütte wieder zurück ist, kann man den Granitweg fortsetzen und zum Socede-Pass weiterwandern. Ein Trekkingpfad in einer wilden Umgebung, der dann in das westliche Vallone einstürzt. Die Forcella Magna Scharte wird so erreicht, eine Schlüsselposition, die besonders während des Ersten Weltkriegs benutzt wurde.
Hier ruhen viele Überreste des großen Krieges, Saumpfaden und militärischen Verschanzungen. Dieser Ort wird auch von Geologen auf seine besondere felsige Konformation studiert, in der sich der graue Granit von Cima d'Asta und der dunkle Porphyr des Lagorai-Gebirges zusammenstoßen und zerlaufen.
Danach erreicht man die flache Lasteati-Mulde mit seinen vielen kleinen Alpenseen. Sobald man diese überquert hat, trifft man in die Consèria Berghütte für die Übernachtung ein. Eine Wanderung von ungefähr 6 Stunden; wenn man aber den Gipfel Cima d'Asta nicht steigt, sind 4 Stunden genug. Für diejenigen, die es noch schaffen, ist es möglich, einen kurzen Abstecher nach Cima Socede zu machen, wo herrliche Feldwege, Tunnels und Schutzgräben aus dem Ersten Weltkrieg neulich geborgen wurden.

Die Consèria Berghütte - Autor: Fabiana Pallaoro

Dritter Tag
Tag für ein wenig Entspannung im Grünen des Hochgebirges. Von der Consèria Berghütte aus gelingt man in das farbenfrohe Becken der Buse Todesche. Von hier aus und an drei charakteristische Biwaks vorbei, verlässt man das Val dell'Inferno Tal und betretet die idyllische Caldenave-Ebene, die von der gleichnamigen Berghütte dominiert wird.
Diese Lichtung ist eigentlich ein uraltes Torfmoor, der von zwei Bergbache durchgeschnitten wird: der Rio Orsera und der Rio Ravetta. Der erste fließt aus den Porphyrstein über ein weißes Bett heraus und der zweite sprudelt vom Granitgestein und ist von dunklen Kieselsteinen ausgegraben worden.
Man erreicht auch die Caldenave-Hütte über einem längeren Pfad, der über die Scharten Buse Todesche- und Orsera führt, von wo aus die unwirtlichen und schroffen Spitzen der sogenannten "Glockentürme" von Val Orsera und Cima Trento zu bewundern sind. Die kürzere Tour hat eine Dauer von 4 Stunden, während die längere bis zu 6 Stunden bedingt.

Blick von der Caldenave Berghütte - Autor: Elio Gonzo

Vierter und letzter Tag
Widerwillig verlässt man die schöne Caldenave Berghütte, um das Ravetta Tal hinauf bis zum gleichnamigen Bergsattel zu steigen. Ist die Höhe erreicht, überquert man mit leichtem auf- und abwärts diesen Hochgebirgssattel bis zur Quarazza-Scharte. Von hier stürzt der Pfad steil bis Malga Sorgazza Alp runter, über den Costa Brunella-See. Diese letzte Strecke dauert über 4 Stunden in bergab laufen.

 

Weitere Informationen und Kontakte zu den Schutzhütten finden Sie auf der Website:
www.altaviadelgranito.com



Rifugio Cima d'Asta
"O.Brentari"
Tel. +39 0461 1637778

Herr Emanuele Tessaro
Handy +39 347 8402125
www.rifugio-cimadasta.it